Daten und Fakten zu Ihrem Urlaubsland
Heute leben in Ägypten ca. 80 Mio. Menschen, rund 45% davon in Städten. Die Hauptstadt Kairo ist mit mehr als 20 Mio. Einwohnern die größte Stadt Afrikas und der gesamten arabischen Welt. Seit 1952 hat sich die Bevölkerungszahl mehr als verdoppelt, jährlich kommen 1 Mio. Einwohner dazu. Beinahe alle 26 Sekunden wird ein Kind geboren. Auf den ersten Blick scheinen solche Zahlenspiele für so ein großes Land wenig spektakulär, doch angesichts der speziellen geografischen Gegebenheiten wiegen sie schwer. Nur 4% des gesamten Staatsgebietes sind Kultur- und Siedlungsland, der überwiegende Teil ist Wüste. So drängen sich auf einer Fläche, die kleiner ist als die Schweiz, pro Quadratkilometer durchschnittlich an die 2.000 Menschen, im Niltal und -delta sogar an die 2.500 Menschen, und machen Ägypten zu einem der dichtestbesiedelten Länder der Welt. Die Ägypter sind fröhliche, hilfsbereite und recht gemächliche Menschen. Ein Satz prägt ihr Leben:
„Inschallah.“ – „So Allah es will.“ Daran müssen Sie sich gewöhnen.
Typisch für Ägypten sind die Beduinen. Etwa 50.000 Nomaden gibt es heute noch. Stolz ziehen die Stämme mit ihren Herden von Weideplatz zu Weideplatz. Dort schlagen sie ihre Zelte aus schwarzen Ziegenhaardecken auf und wandern irgendwann wieder weiter.
Wirtschaft
In Ägypten arbeiten ca. 42% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Viele ehemalige Bauern sind in die Städte ausgewandert und suchen ihr Glück in der Industrie, als Hilfsarbeiter oder sonstige Dienstleister. Seit den Bodenreformen der Nasser-Ära ist der Grundbesitz eines Bauern auf 100 Feddan (42 ha) beschränkt.
Die Höfe der meisten Fellachen sind jedoch nicht viel größer als 1 Feddan. Fast alle Bauern sind in einer der 5.000 Genossenschaften organisiert, die den Ankauf von Saatgut, Dünger und Maschinen, aber auch die Vermarktung der Ernte betreuen. Weizen, Baumwolle, Reis, Mais, Hirse, Gerste, Zuckerrohr und Zwiebeln werden angebaut. Auch die Ausfuhr von Erdöl, Garnen und Textilien spielt eine große Rolle. Über 36% der Nahrungsmittel müssen jedoch importiert werden. Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen für das Land.
