{"id":9375,"date":"2025-03-23T18:05:27","date_gmt":"2025-03-23T17:05:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dertour-reiseleitung.com\/chalkidiki\/uncategorized\/der-heilige-berg-athos\/"},"modified":"2025-10-06T18:22:41","modified_gmt":"2025-10-06T15:22:41","slug":"der-heilige-berg-athos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dertour-reiseleitung.com\/chalkidiki\/infos-a-z\/orte-infos-a-z\/der-heilige-berg-athos\/","title":{"rendered":"Der Heilige Berg Athos","gt_translate_keys":[{"key":"rendered","format":"text"}]},"content":{"rendered":"<h3>Kl\u00f6ster, M\u00f6nchsd\u00f6rfer und Einsiedeleien<\/h3>\n<p>Der ber\u00fchmte Berg Athos ist eine orthodoxe M\u00f6nchsrepublik auf dem \u00f6stlichsten der drei Ausl\u00e4ufer der Halbinsel Chalkidiki. Seit 1923 ist Athos autonome Republik innerhalb des griechischen Staates, die durch einen Gouverneur und Polizeichef vertreten wird, ohne jedoch Macht aus\u00fcben zu k\u00f6nnen. Als religi\u00f6ses Oberhaupt gilt der Patriarch von Konstantinopel.<\/p>\n<p>Heute gibt es etwa 20 bewohnte Kl\u00f6ster auf dem Athos, durch die die Landzunge eine geheimnisvolle Anziehungskraft erh\u00e4lt. Die M\u00f6nche leben hier abgeschieden von der Zivilisation in ihrer eigenen Welt.<\/p>\n<p>In der Antike galt der Heilige Berg als Fels, den der Meeresgott Poseidon w\u00e4hrend der Gigantenschlacht auf den Riesen Athos schmetterte. Die M\u00f6nche hingegen erz\u00e4hlen ihre eigene Legende von der Entstehung des Heiligtums:<\/p>\n<p>Die Gottesmutter soll in Begleitung des heiligen Johannes auf ihrem Weg nach Zypern vor der heidnischen Insel Athos geankert haben. Als die Jungfrau an Land ging, zersprangen pl\u00f6tzlich alle heidnischen Statuen. Daraufhin segnete sie dieses Gebiet und erkl\u00e4rte, dass niemals wieder eine Frau diesen Landstrich betreten d\u00fcrfe. So wird die Republik auch heute noch als \u201eGarten der Jungfrau\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>Niemand wei\u00df genau, wann sich die ersten M\u00f6nche dort ansiedelten. Fest steht jedoch, dass im 4.\/5. Jahrhundert bereits M\u00f6nchsgemeinschaften oder so genannte Lavra (Einsiedlerkolonien) auf dem Berg ans\u00e4ssig waren, deren Zahl bis ins 15. Jahrhundert stetig anwuchs. Man berichtet in dieser Zeit von etwa 40 Kl\u00f6stern mit ca. 25.000\u201340.000 M\u00f6nchen, die nach strengen Ordensregeln auf dem Berg Athos lebten. Nach dieser Bl\u00fctezeit w\u00e4hrend des 15. Jahrhunderts nahm die Anzahl der M\u00f6nche stetig ab, wovon auch heute noch kleine verlassene Einsiedeleien und Ruinen gr\u00f6\u00dferer Anlagen zeugen. Es blieben aber immer gen\u00fcgend M\u00f6nche, um den Fortbestand der M\u00f6nchsrepublik zu gew\u00e4hrleisten. Heute leben auf dem Berg Athos mehr als 2.000 M\u00f6nche in 20 Kl\u00f6stern, von denen 17 griechisch sind und je eines serbisch, bulgarisch und russisch.<\/p>\n<p>In den Kl\u00f6stern herrscht die z\u00f6nobische oder gemeinschaftliche Lebensart, denn hier werden alle T\u00e4tigkeiten, wie Mahlzeiten, Arbeit oder Lithurgie, in der Gemeinschaft vollzogen. Fr\u00fcher gab es zus\u00e4tzlich auch die idiorhythmische Lebensart, bei der jeder M\u00f6nch im buchst\u00e4blichen Sinne seinen eigenen Rhythmus bestimmte. Diese M\u00f6nche lebten in Einzelzellen, sie nahmen ihr Essen alleine ein (au\u00dfer zu bestimmten Jahresfesten) und durften die Dinge behalten, die sie beim Ablegen ihres Gel\u00fcbdes besa\u00dfen. Sie hatten also pers\u00f6nlichen Besitz, \u00fcber den sie nach eigenem Ermessen verf\u00fcgen konnten. Ihr Eigentum fiel erst nach ihrem Tode dem Kloster zu. Diese Ordensbr\u00fcder mussten ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Die<br \/>\nGemeinschaft lieferte ihnen nur Grundnahrungsmittel (Brot, Wein, \u00d6l). Neben den Kl\u00f6stern gibt es noch einige Einsiedeleien und Siedlungen, in denen die M\u00f6nche streng isoliert wohnen.<\/p>\n<p>Die Regel verlangt, dass jeder, der M\u00f6nch werden will, Bart und Haare von dem Augenblick an wachsen l\u00e4sst, in dem er Athos beitritt. Meist werden die Haare zu einem Knoten gebunden. Diese Sitte ist nicht spezifisch f\u00fcr den Berg Athos, denn auch alle anderen Popen in Griechenland tragen lange, zum Knoten geschlungene Haare. Der Brauch, die Haare wachsen zu lassen, geht auf die alten W\u00fcstentraditionen der Anachoreten (M\u00f6nche fr\u00fchchristlicher Zeit) zur\u00fcck, die in strenger Askese lebten. Kopfhaar und Bart wachsen zu lassen war f\u00fcr sie ein Mittel, ihren Bruch mit dem weltlichen Leben und die Reinheit ihrer Seele zu bekunden. Sp\u00e4ter wurde dieses fr\u00fche Vorbild zur Regel im christlichen Klosterleben erhoben.<\/p>\n<p>Es ist nicht einfach, Zutritt zum Berg Athos zu erlangen: Frauen und Kindern ist das Betreten generell untersagt. M\u00e4nner ben\u00f6tigen eine schwer erh\u00e4ltliche Sondergenehmigung des Pilgerb\u00fcros, die eigens beantragt werden muss und nicht jedem gew\u00e4hrt wird, denn pro Tag gew\u00e4hren die M\u00f6nche nur 10 nicht-orthodoxen Pilgern Einlass. Die Ein- und Ausreise ist lediglich auf dem Seeweg gestattet. Dieses veraltet anmutende Reglement ist auf die Bulle von Kaiser Konstantin Monomachos aus dem Jahre 1060 zur\u00fcckzuf\u00fchren, die bis auf den heutigen Tag G\u00fcltigkeit hat. Diese Bulle verbietet nicht nur Frauen und Kindern, sondern auch Eunuchen und weiblichen Tieren den Zutritt zum Berg Athos.<\/p>\n<p>Diese mystische Welt, die dem Druck der T\u00fcrken, des Vatikans und anderer weltlicher und religi\u00f6ser M\u00e4chte standhielt, besteht heute noch wie ein \u00dcberbleibsel aus einer anderen Zeit fort, hier am Rande der Zivilisation \u2013 am Heiligen Berg Athos.<\/p>\n","protected":false,"gt_translate_keys":[{"key":"rendered","format":"html"}]},"excerpt":{"rendered":"<p>Kl\u00f6ster, M\u00f6nchsd\u00f6rfer und Einsiedeleien Der ber\u00fchmte Berg Athos ist eine orthodoxe M\u00f6nchsrepublik auf dem \u00f6stlichsten der drei Ausl\u00e4ufer der Halbinsel Chalkidiki. Seit 1923 ist Athos autonome Republik innerhalb des griechischen Staates, die durch einen Gouverneur und Polizeichef vertreten wird, ohne jedoch Macht aus\u00fcben zu k\u00f6nnen. Als religi\u00f6ses Oberhaupt gilt der Patriarch von Konstantinopel. 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