{"id":11086,"date":"2025-03-19T05:28:38","date_gmt":"2025-03-19T05:28:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dertour-reiseleitung.com\/teneriffa\/uncategorized\/geschichte-und-legende\/"},"modified":"2025-09-25T12:37:01","modified_gmt":"2025-09-25T11:37:01","slug":"geschichte-legende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dertour-reiseleitung.com\/teneriffa\/infos-a-z\/rund-um-ihr-zielgebiet\/geschichte-legende\/","title":{"rendered":"Geschichte &amp; Legende","gt_translate_keys":[{"key":"rendered","format":"text"}]},"content":{"rendered":"<h3>Hinter den S\u00e4ulen des Herkules<\/h3>\n<p>Ohne schon Teil der Geschichte zu sein, besa\u00dfen die Kanarischen Inseln seit jeher ihren Platz in der Sagenwelt. Sie galten als jene L\u00e4nder hinter den S\u00e4ulen des Herkules, wie die Meerenge von Gibraltar in der Antike genannt wurde. Hierhin haben viele klassische Dichter das Paradies verlegt, die Elysischen Gefilde oder den Garten der Hesperiden.<\/p>\n<p>Das erste glaubhafte Zeugnis jedoch haben wir Plinius zu verdanken, der im 1. Jahrhundert n.Chr. eine vom mauretanischen K\u00f6nig Juba II entsandte Expedition zu den Inseln erw\u00e4hnt. Laut seiner \u00dcberlieferung brachten die Teilnehmer der Expedition ein paar gewaltige Hunde mit nach Hause, die den Inseln sp\u00e4ter ihren Namen gaben: Kanaren, abgeleitet vom lateinischen Wort f\u00fcr Hund can oder canes. Noch heute gibt es einige pr\u00e4chtige Exemplare dieser kr\u00e4ftigen, urspr\u00fcnglichen kanarischen Rasse mit wildem und eindrucksvollem Aussehen. Diese Bardinos werden haupts\u00e4chlich als H\u00fctehund eingesetzt.<\/p>\n<p>Bis zur Eroberung der Insel durch die Europ\u00e4er, die sich \u00fcber das gesamte 15. Jahrhundert hinzog, war die Insel von einem Volk bewohnt, das vermutlich nordafrikanische Wurzeln besa\u00df. Es verharrte in der Steinzeit, wenn auch mit Anzeichen einer leicht h\u00f6heren Kulturstufe bez\u00fcglich Religion und Handwerk. Die Guanchen, die ruhigen und gem\u00e4\u00dfigten Ureinwohner und Vorl\u00e4ufer der Spanier auf Teneriffa, kleideten sich auf relativ derbe Weise in Felle. Alles weist daraufhin, dass sie die Schifffahrt nicht beherrschten. Trotz ihrer relativen R\u00fcckst\u00e4ndigkeit begruben sie ihre Toten sorgf\u00e4ltig. In besonderen F\u00e4llen mumifizierten sie sie sogar mit sehr wirkungsvollen Techniken und besa\u00dfen einen besonderen Sinn f\u00fcr Grabschmuck. Sie bearbeiteten Lehm, ohne jedoch eine Drehscheibe zu kennen. Ihre Lanzen, A\u00f1epas genannt, endeten in scharfen Spitzen aus unbearbeitetem Vulkangestein.<\/p>\n<p>Viele Schriftsteller des Altertums und auch einige moderne Autoren glauben, dass die Kanarischen Inseln die letzten sichtbaren \u00dcberreste eines untergegangenen Kontinents darstellen: Atlantis. Die Guanchen seien dementsprechend die letzten Abk\u00f6mmlinge der Atlantiden. Die S\u00f6hne und Enkel der Bergbewohner dieser sagenhaften Welt h\u00e4tten sehr bald nach der Katastrophe, nun zu Inselbewohnern geworden, ein neues Leben beginnen m\u00fcssen. Die Unf\u00e4higkeit dieser V\u00f6lker zur Seefahrt und ihr Unverm\u00f6gen zu interinsularer Kommunikation, obschon kaum voneinander entfernt, sowie die au\u00dferordentliche K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe einiger Guanchen machten diese wenig wissenschaftliche Hypothese zwar nicht glaubw\u00fcrdiger, aber dennoch attraktiv.<\/p>\n<p>Als die spanischen Eroberer nach Teneriffa gelangten, war die Insel in neun kleine K\u00f6nigreiche aufgeteilt, jedes einzelne beherrscht von einem Monarchen, dem ein \u00c4ltestenrat beistand. Die Eroberung des Archipels hatte 1402 mit Einf\u00e4llen im Namen Heinrichs III. auf Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro begonnen. Teneriffa war die letzte Insel, die erobert wurde, denn hier leisteten die Ureinwohner erbitterten Widerstand, bis sie 1496 besiegt wurden.<\/p>\n<p><strong>Geschichtlicher \u00dcberblick<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ca. 3000 v.Chr.:<\/strong> Die Kanarischen Inseln werden von Nordafrika aus besiedelt, es entsteht das K\u00f6nigreich der Guanchen.<\/p>\n<p><strong>Ab 1000 v.Chr.: <\/strong>Der Mythos der Antike: Man h\u00e4lt die Kanaren f\u00fcr das versunkene Atlantis (Platon), die \u201eElysischen Gefilde\u201c (Homer), die \u201eG\u00e4rten der Hesperiden\u201c (Herodot) oder die \u201eGl\u00fccklichen Inseln\u201c (Vergil).<\/p>\n<p><strong>Bis 1000: <\/strong>R\u00f6mische und arabische Seefahrer besuchen die \u201eInseln am Ende der Welt\u201c, ohne jedoch sesshaft zu werden.<\/p>\n<p><strong>1344: <\/strong>Der Spanier Luis de la Cerda wird von Papst Clemens VI. zum K\u00f6nig der Kanarischen Inseln ernannt. Der Titel ist ohne Bedeutung, da die Inseln offenbar keine Reicht\u00fcmer besitzen.<\/p>\n<p><strong>1402-1405: <\/strong>Der Normanne Jean de Bethencourt erobert Lanzarote, Fuerteventura, El Hierro und La Gomera f\u00fcr die spanische Krone, wobei die Ureinwohner erbitterten Widerstand leisten.<\/p>\n<p><strong>1496: <\/strong>Teneriffa wird zu einer Kolonie Spaniens erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p><strong>1500-1700: <\/strong>Spanier, vor allem Andalusier, und Portugiesen besiedeln die Inseln und beginnen mit Wein- und Zuckerrohranbau. Die Ureinwohner, die Guanchen, werden christianisiert.<\/p>\n<p><strong>1657: <\/strong>Sieg \u00fcber die Flotte des Admirals Blake.<\/p>\n<p><strong>1704, 1705, 1706: <\/strong>Teneriffa leidet unter folgenschweren Vulkanausbr\u00fcchen.<\/p>\n<p><strong>1706: <\/strong>W\u00e4hrend des spanischen Erbfolgekrieges Sieg \u00fcber die Schiffe des englischen Admirals Gennings.<\/p>\n<p><strong>1797: <\/strong>Der englische Admiral Horatio Nelson erleidet beim Versuch der Eroberung von Santa Cruz eine Niederlage und verliert seinen rechten Arm.<\/p>\n<p><strong>19. Jh.: <\/strong>Armut und Krisen zwingen viele Kanarios, die Insel zu verlassen. Ein Gro\u00dfteil der Auswanderer l\u00e4sst sich in Mittel- und S\u00fcdamerika nieder.<\/p>\n<p><strong>1817: <\/strong>In La Laguna wird die erste und bis 1981 einzige Universit\u00e4t des Archipels gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p><strong>1822: <\/strong>Santa Cruz wird Hauptstadt.<\/p>\n<p><strong>1852: <\/strong>Von der spanischen Regierung zur Freihandelszone erkl\u00e4rt, erfahren die abgelegenen spanischen Inseln einen wirtschaftlichen Aufschwung, von dem vor allem die Hafenst\u00e4dte Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria profitieren.<\/p>\n<p><strong>1912: <\/strong>Die Kanaren erhalten das Recht zur Selbstverwaltung.<\/p>\n<p><strong>1927: <\/strong>Es entstehen die zwei Provinzen Santa Cruz de Tenerife (westlich) und Las Palmas de Gran Canaria (\u00f6stlich).<\/p>\n<p><strong>1936: <\/strong>General Francisco Franco beginnt, nach Teneriffa abkommandiert, von Marokko aus den Spanischen B\u00fcrgerkrieg (1936-1939). Er regiert Spanien diktatorisch bis zu seinem Tod im Jahre 1975.<\/p>\n<p><strong>Um 1950: <\/strong>Zaghafter Beginn des Tourismus. 1957 wird der Charterflugverkehr aufgenommen. Die Sperrung des Suezkanals durch den \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten Gamal Abdel Nasser belebt die Schiffsrouten entlang der afrikanischen K\u00fcste und damit die H\u00e4fen Santa Cruz und Las Palmas.<\/p>\n<p><strong>1975: <\/strong>Nach dem Tod Francos und dem Ende der Diktatur wollen die Kanaren mehr Unabh\u00e4ngigkeit von Madrid.<\/p>\n<p><strong>1982: <\/strong>Nach der Ver\u00f6ffentlichung der Autonomiegesetze werden die Inseln eine autonome Region Spaniens.<\/p>\n<p><strong>1985: <\/strong>Die Kanaren erhalten innerhalb der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft einen Sonderstatus.<\/p>\n<p><strong>1986: <\/strong>Spanien tritt der EG bei. Teneriffa bleibt aber weiter Wirtschaftssonderzone mit Sonderstatus im gemeinsamen Markt und ist bis heute kein Mitglied der Zollunion.<\/p>\n","protected":false,"gt_translate_keys":[{"key":"rendered","format":"html"}]},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinter den S\u00e4ulen des Herkules Ohne schon Teil der Geschichte zu sein, besa\u00dfen die Kanarischen Inseln seit jeher ihren Platz in der Sagenwelt. Sie galten als jene L\u00e4nder hinter den S\u00e4ulen des Herkules, wie die Meerenge von Gibraltar in der Antike genannt wurde. 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