{"id":9399,"date":"2025-03-26T09:50:38","date_gmt":"2025-03-26T08:50:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dertour-reiseleitung.com\/zypern\/uncategorized\/das-schwarze-gold-zyperns\/"},"modified":"2025-10-07T16:09:24","modified_gmt":"2025-10-07T13:09:24","slug":"das-schwarze-gold-zyperns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dertour-reiseleitung.com\/zypern\/infos-a-z\/rund-um-ihr-zielgebiet\/das-schwarze-gold-zyperns\/","title":{"rendered":"Das schwarze Gold Zyperns","gt_translate_keys":[{"key":"rendered","format":"text"}]},"content":{"rendered":"<h3>Wissenswertes \u00fcber den Johannisbrotbaum<\/h3>\n<p>Der Johannisbrotbaum war \u00fcber Jahrhunderte lang, neben dem Olivenbaum, einer der bedeutendsten und wichtigsten Nutzb\u00e4ume der Insel und Johannisbrot der wichtigste Exportartikel. Der inselweite, k\u00fcstennahe Anbau ist jedoch fast zum Erliegen gekommen. Heutzutage wird er nur noch im S\u00fcden, im Dorf Anogyra, betrieben, wo er auch noch von wirtschaftlicher Bedeutung ist. Im Norden hingegen sind alle Betriebe mit der Zeit verfallen.<\/p>\n<p>Johannisbrotb\u00e4ume, die urspr\u00fcnglich von der Arabischen Halbinsel stammen sollen, wurden bereits in der Antike, im 2. Jahrtausend v.Chr., im \u00f6stlichen Mittelmeerraum kultiviert. Diese sehr anspruchslosen B\u00e4ume, die bis zu 17 m hoch werden k\u00f6nnen, wachsen in erster Linie in K\u00fcstenn\u00e4he. Sie sind sehr widerstandsf\u00e4hig. Als Standort bevorzugen sie kalkhaltige B\u00f6den und \u00fcberstehen sehr hohe Temperaturen sowie Trockenzeiten ohne Bew\u00e4sserung. Zur Regulierung ihres eigenen Wasserhaushaltes werfen sie alte, lederartige Bl\u00e4tter ab. Dennoch ist und bleibt der Johannisbrotbaum ein immergr\u00fcner Baum! Das einzige, was er nicht vertr\u00e4gt ist Frost. Deswegen findet man ihn nicht in Gebieten \u00fcber 500 m.<\/p>\n<p>Trotz seines sehr langsamen Wachstums, w\u00e4chst der Baum zu einem langlebigen Fruchtbaum heran, der 80-100 Jahre lang Schoten produziert. Eine Ernte ist das erste Mal 7-8 Jahre nach der Anpflanzung m\u00f6glich und kann bis zu 200 kg, manchmal sogar bis zu 250 kg, an Schoten einbringen!<\/p>\n<p>Die Ernte erfolgt jedes Jahr im August. Innerhalb von 3 Wochen m\u00fcssen die Fr\u00fcchte eingebracht sein. Der gesamte Ernteprozess erfolgt in m\u00fchevoller und arbeitsintensiver Handarbeit.<\/p>\n<p>Auf Zypern sind drei Sorten des \u201eschwarzen Goldes\u201c heimisch: Tylliria, Koundourka sowie Koumbota, die sich alle in der L\u00e4nge der Schoten, die bis 20 cm lang werden k\u00f6nnen, im Zuckergehalt, der ca. 50% betr\u00e4gt, sowie dem Gewichtsanteil der Kerne am Gesamtgewicht, unterscheiden.<\/p>\n<p>Bereits in der Antike waren die Kerne der Frucht, aufgrund ihres immer exakt gleichen Gewichts von 0,205 g von gro\u00dfer Bedeutung: Seit 1.500 Jahren werden sie als kleinste Gewichtseinheit verwendet. Von den Arabern wurden die Kirat zum Abwiegen von Edelsteinen benutzt. Die griechische Bezeichnung daf\u00fcr lautet \u201eker\u00e1tion\u201c, von der sich das heutige Wort Karat ableitete.<\/p>\n<p>Auch heute noch sind die Kerne wirtschaftlich gesehen, im Vergleich zur Frucht, von gr\u00f6\u00dferer Bedeutung. Dank der zunehmend bewussten und \u00f6kologischen Ern\u00e4hrung hielt die verarbeitete Frucht bzw. deren z\u00e4hfl\u00fcssiges, s\u00fc\u00dfes Fruchtfleisch, als Nischenprodukt wieder Einzug in die L\u00e4den.<\/p>\n<p>Bekannter ist das aus der Frucht gewonnene Johannisbrotkernmehl, welches aus dem ger\u00f6steten und gemahlenen Fruchtmark der Schote hergestellt wird. In dieser Form dient es der Nahrungsmittelindustrie als Zusatz- und Ersatzstoff, als Stabilisator und Verdickungsmittel, z.B. in Suppen, Saucen, Milchprodukten und Dressings sowie als Binde- sowie Geliermittel, u.a. in Puddings und Gelees. Bedingt durch den niedrigen Kaloriengehalt wird es zunehmend und bevorzugt in der Produktion di\u00e4tischer Nahrungsmittel und als Quellstoff in der Backwarenindustrie eingesetzt. Selbst die Tierfutterindustrie profitiert von den stabilisierenden Eigenschaften. Das \u201eschwarze Gold\u201c, der Karob-Sirup, oder griech. Mavros Chrysos, ist mit seinem hohen Zuckergehalt von 50% eine prima Alternative zum Zucker in Kuchen und S\u00fc\u00dfspeisen. In Nordzypern hei\u00dft diese Spezialit\u00e4t Pekmez, ein schwarzer, sirup\u00e4hnlicher, dickfl\u00fcssiger und mineralienreicher Extrakt, den man z.B. unter Joghurt und Tomatenso\u00dfe mischt.<\/p>\n<p>Erfrischend ist es als Getr\u00e4nk: Kharoub. Dieses wird heutzutage besonders in \u00c4gypten und der T\u00fcrkei von Stra\u00dfenverk\u00e4ufern angeboten. Fr\u00fcher wurde aus der Frucht sogar Branntwein destilliert. Man konservierte damit Fr\u00fcchte, bereitete aus den ger\u00f6steten und gemahlenen Kernen Kaffee und sogar Kakao zu.<\/p>\n<p>Der Baum selbst ist ein beliebter und begehrter Zierbaum sowie Schattenspender. Den Obstbauern dient er, aufgrund seiner dichten und tief reichenden Wurzeln als Schutz der Plantagen vor Sturm. Aus seinem harten und dichten Holz wird traditionell langsam brennende Holzkohle hergestellt.<\/p>\n","protected":false,"gt_translate_keys":[{"key":"rendered","format":"html"}]},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenswertes \u00fcber den Johannisbrotbaum Der Johannisbrotbaum war \u00fcber Jahrhunderte lang, neben dem Olivenbaum, einer der bedeutendsten und wichtigsten Nutzb\u00e4ume der Insel und Johannisbrot der wichtigste Exportartikel. Der inselweite, k\u00fcstennahe Anbau ist jedoch fast zum Erliegen gekommen. Heutzutage wird er nur noch im S\u00fcden, im Dorf Anogyra, betrieben, wo er auch noch von wirtschaftlicher Bedeutung ist. 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