Paradiesische Ruhe
Die Dominikaner sind ein sehr gastfreundliches, aufgeschlossenes, sanftes und äußerst friedliebendes Volk. Hektik oder übertriebene Eile sind ihnen fremd – es ist vermutlich das tropische Paradies, das sie so ausgeglichen stimmt. Diese liebens- und bewundernswerte Lebenseinstellung wirkt sich auch auf uns stressgeplagte Nordeuropäer herrlich wohltuend aus. Allerdings führen die unterschiedlichen Mentalitäten teilweise zu Disputen, wenn z.B. kleine Schwierigkeiten wie eine verstopfte Toilette auftauchen. Nach europäischer Einschätzung sollte der Schaden sofort behoben werden. Die Einheimischen reagieren normalerweise auf Nachfragen und Beschwerden dieser Art mit einem freundlichen „wird sofort erledigt”. Was sie aber eigentlich meinen, ist „mañana”, also morgen, wobei daraus wiederum leicht übermorgen wird. Wenn wir Europäer bereits ungeduldig warten, bleibt der Dominikaner seelenruhig und gelassen. Hinter dieser Einstellung steckt – und das sei an dieser Stelle ausdrücklich betont – keine böse Absicht! Die Dominikaner sind so aufgewachsen und erzogen. Sie kennen es also von klein her nicht anders. Sie verehren und bewundern zwar die Nordeuropäer für ihre Disziplin, Pünktlichkeit und Sorgfalt, leben selbst aber vollkommen anders.
Ein weiteres kleines Manko besteht in den häufigen Stromausfällen und dem damit verbundenen Ausfall von heißem Wasser und bisweilen auch der WC-Spülung.
Das Dritte-Welt-Land kam, bis zum plötzlichen Einbruch der Tourismusflut, bestens mit wenig Strom aus, sodass es völlig verständlich ist, dass die Stromversorgung nicht Schritt halten konnte.
Viele Hoteliers versuchen, sich notdürftig vom staatlichen Strom unabhängig zu machen, indem sie bei Stromausfall eigene, mit Benzin betriebene Generatoren in Gang setzen. Dennoch treten immer wieder Strom- und Wasserengpässe auf.
