Die geteilte Insel
Unter dem Sammelbegriff karibische Inseln versteht man die zwischen Nord- und Südamerika liegende Inselkette, die sich aus den großen und kleinen Antillen zusammensetzt.
Im Jahre 1492 entdeckte Christoph Kolumbus die Insel Hispaniola, als er auf der Suche nach Indien war. Die Antillen-Insel, von Ihrem Entdecker „Klein-Spanien“ genannt, beherbergt heute zwei Inselstaaten: Haiti, den kleineren Teil Hispaniolas, und die Dominikanische Republik, zweitgrößter Staat in der Karibik. Sie umfasst etwa zwei Drittel der Inselfläche, also 48.730 qkm.
Vier Fünftel der Insel sind gebirgig, mit Erhebungen zwischen 2.000 und 3.000 m. Der „Pico Duarte“ beispielsweise ist nicht nur der höchste Berg Hispaniolas, sondern der gesamten karibischen Inseln. Neben einer zerklüfteten Felsenküste gibt es überall traumhafte Buchten und weite, mit Kokospalmen gesäumte Strände.
Die Dominikanische Republik teilt sich mit dem Hauptstadtdistrikt Santo Domingo in 31 Provinzen auf. Die Einwohnerzahl des Landes beträgt etwa 11 Millionen.
Die Hauptstadt Santo Domingo hat ca. 3 Millionen Einwohner und ist deutlich von ihren europäischen Entdeckern geprägt: Die spätgotische Kathedrale Santa Maria La Menor, Paläste und Prunkbauten im spanischen Kolonialstil sowie eine liebevoll restaurierte Altstadt mit Innenhöfen und Springbrunnen charakterisieren das Stadtbild.
Historisch gesehen ist Santo Domingo ein Ort der Superlative. In der 1496 von Bartolomeos Colón, dem Bruder von Christoph Kolumbus, gegründeten Stadt, sehen Sie die älteste Universität sowie die älteste Kathedrale Amerikas.
