Der Geist des Zuckerrohrs
Früher Abend, die Sonne versinkt im Meer und Sie genießen von der Terrasse aus die milde Abendröte: Nun ist es Zeit für einen guten Rum. Aber nicht nur dann, denn die Dominikaner gönnen sich zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Schlückchen – ob als Cuba Libre, Santo Libre, Coco Loco oder am besten pur auf Eis.
In seinen Anfängen war Rum alles andere als ein edler Tropfen. Zunächst nutzte man Zuckerrohr nur zur Gewinnung von Zucker, nicht aber für die Herstellung von Rum. Das Süßgras wuchs und gedieh gut, sodass man es auch nach Europa exportierte.
Dann kam jemand auf die Idee, aus den Abfällen der Zuckerrohrproduktion die erste Stufe des flüssigen Goldes herzustellen. Nach und nach wurde der Rum immer hochprozentiger. Nicht umsonst hieß eine der ersten Rumsorten Kill devil, die hauptsächlich Piraten tranken. Man erkannte die Marktlage und begann zu experimentieren, bis das Getränk bekömmlicher und schmackhafter war. Erst nach langer Lagerung in ausgebrannten Eichenholzfässern erhält der Rum sein typisches Aroma und die geschmackliche Reife. Schnell hatte jede karibische Insel ihren eigenen Rum mit typischem und unverwechselbarem Geschmack entwickelt, da der Rest der Welt ebenfalls Gefallen an dem neuen Getränk fand.
Der Ron der Dominikanischen Republik ähnelt etwa dem Weinbrand. Brugal, Barceló und Bermúdez sind die marktführenden Firmen. Sie produzieren alle sowohl hellen als auch dunklen Rum. Die reiferen Sorten werden als Anejo angeboten.
Also: Lassen Sie es sich schmecken. Salud – oder einfach zum Wohl!
